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Mississippi - Hechtalligator       Alligator mississippiensis      Daudin 1802 

 

Lebensraum: Verbreitung in den Bundesstaaten Florida, Oklahoma, Nord und Süd Carolaina, Mississippi, Alabama, Arkansas, Georgia, Louisiana, Texas, es gab auch Sichtungen in Memphis und Tennesee.

 

Größe: In seltenen Fällen bis zu 6m Länge, wobei die Weibchen etwa meist um die 3m und Männchen um die 4m Gesamtlänge erreichen. Im ausgewachsenen  Zustand wiegen sie bis zu 400kg. Männchen und Weibchen sind unter 2,10m Körperlänge optisch kaum zu unterscheiden. Die Köpfe der Männchen sind deutlich größer als die der Weibchen. Alligatoren wachsen am schnellsten in den ersten vier Lebensjahren. Die Mississippi Alligatoren gehören zu den mittelgroßen Krokodilarten. 

 

Alter: Alligatoren können etwa 75 Jahre alt werden „ echte“ Krokodile können bis zu 100 Jahre Alt werden, dieses sind aber eher Ausnahmefälle.

 

Nahrung:

Das Nahrungsspektrum in ihrem natürlichem Habitat ist sehr groß und geht von Schildkröten bis hin zu Vögel, Larven, Fische, Insekten, Spinnen, Würmer, Krebse, Salamander, Echsen, Schlangen, Frösche sowie kleine Kälber. Es ist möglich das ausgewachsene Exemplare bis zu einem Jahr ohne Nahrung auskommen. Ich selber füttere mein Alligatorweibchen so abwechslungsreich wie möglich. Angefanngen von Ratten, Kücken über Hamster, Forellen, Meerschweine, Rinderherzen, Wachteln und Mäusen. Fütterungen finden in leicht unregelmäßigen Abständen statt, bei ihrer aktuellen Größe von ca. 1,60m etwa alle vier bis fünf Tage. Man sollte darauf achten das man am besten immer ganze Futtertiere anbietet die natürlich im Größenverhältnis zum Alligator stehen.

 

Beschreibung: Alligatoren haben eine breite, flache, vorn stumpf abgerundete Schnauze. Die Kopfoberfläche weißt keine Längs-Querstreifen auf, im Zwischenkiefer befinden sich auf jeder Seite fünf Zähne. Die flache Schnauze ist ca. 1,5-mal so lang wie an der Basis breit. Alligatoren haben vorne 5 und hinten 4 Krallen mit Schwimmhäuten versehen. Krokodile sind seit über 230 Mio. Jahren auf der Erde und sind wechselwarme Tiere die auf  ihre Umgebungstemperatur angewiesen sind. Sie sind die Gesundheitspolizei der Amerikanischen Flüsse. Sie besitzen eine sehr starke Magensäure um z.B. Hörner und Knochen zu zersetzen unter den Krokodilen kennen die Alligatoren die vielfältigsten Laute, um sich
untereinander zu verständigen. Um sich abzukühlen öffnen sie auch mal für längere Zeit ihr Maul. Mississippi Alligatoren können bis zu einer Stunde unter Wasser bleiben. In den Everglades von Florida unterhalten die Alligatoren so genannte „ Gator Holes „ die auch in der Trockenzeit immer Wasser zurück halten. Bei Alligatoren ist ein sehr sparsamer Stoffwechsel vorhanden. Außer Mississippi Alligatoren gibt es keine weiteren Aasfresser unter den Panzerechsen. Krokodile zeigen ein hoch ausgebildetes Sozialverhalten beim fressen. Alligatoren können noch bei Temperaturen überleben die für andere Arten nicht mehr erträglich wären. Es gibt bei Krokodilen drei Arten der Fortbewegungen und zwar das Gehen, Galoppieren und Kriechen. Alligatoren sehen fünfmal schärfer als der Mensch und haben einen 10.000 mal besseren Geruchssinn. Der Magen hat in etwa die Größe eines Basketballs. Mit S-förmigen schlägen bewegen sich die Panzerechsen im Wasser fort. Alligatoren verschlucken Gegenstände wie Kiesel und Steine um damit die Nahrung zu zerkleinern, diese Magensteine auch Gastrolithen genannt bewegen sich in einem Teil des Magens. An jeder Zahnwurzel sitzen Drucksensoren  somit können die Tiere ihr Maul vorsichtig wie eine Pinzette schließen, beim zubeißen wirken aber Kräfte von bis zu einer Tonne Beißkraft auf einem Quadrat cm. Da Alligatoren nicht kauen können wird die „Todesrolle“ zum reißen großer Beutetiere angewandt. Es gibt etwa 30 Alligatorfarmen in Florida, davon Züchten 5-6  Mississippi Alligatoren nach. Sie sind derzeit nicht vom Aussterben bedroht allein in Florida leben ca. 1 Million Exemplare.

 

Fortpflanzung:

Mississippi Alligatoren legen bis zu 50 Eier, Schlupfzeit etwa 9 Wochen nach Eiablage. Die Paarungszeit beginnt im Frühjahr ab April. Ab Mai bis  Juni bauen die Tiere ihr Nest mit ca. 1,50m Länge und etwa 1m Höhe Alligatoren haben keine Geschlechtschromosomen, die Nesttemperatur bestimmt die Mehrheit des Geschlechtes. Bei Temperaturen unter 29 Grad kommen Weibchen zur Welt und über 30 Grad schlüpfen Männchen. Die Jungtiere bleiben noch etwa 5 Monate nach dem Schlupf bei der Mutter und schlüpfen mit einem kompletten Satz von 80 Zähnen aus dem Ei.  Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere mit einer Länge von ca. 1,90m. Männliche Tiere werden jedoch schneller sexuell aktiv da sie schneller wachsen. Mississippi Alligatoren halten eine Winterruhe von 2-3 Monaten. Die Durchschnittslänge der geschlüpften Babys beträgt etwa 22cm. Das öffnen des Nestes und der Mütterliche Maultransport der Jungen dauert von 2,5 bis 9 Stunden  zum Wasser. Junge Alligatoren weisen 10-11 enge gelbe Querbänder auf über dem Schwanz und 4-5 über dem Kopf. Die Jungen Schlüpflinge schlitzen mit Hilfe ihres Ei Zahnes die  Schale von Innen auf um aus dem Ei zu gelangen. Nach Untersuchungen von Rootes und Chabreck kommen 50,2% aller Schlüpflinge und 63,7% aller Alligatoren die 11 Monate und älter sind, durch Kannibalismus ums Leben und 90% sterben in den ersten 3 Lebensjahren.

 

Haltung in Anlagen:

Vor der Anschaffung eines solch groß werdenden Reptils muss man sich in jedem Fall immer genau über die Haltung, die notwendige Pflege und den erforderlich werdenden Aufwand im klaren sein. Ich möchte nur kurz ein paar Tipps an die Leser weitergeben die sich wirklich zu einer Haltung dieser fantastischen Reptilien entschließen.

Zur Größe der Anlage ist zu erwähnen das ein Gesetzestext vorgibt wie groß ein Gehege sein soll. Zur Zeit lauten die Größenangaben wie folgt: ein Landteil von 12qm einen Wasserteil von 20qm und einer Wassertiefe von etwa 30cm. Für jedes weitere Tier muss der Landteil um 10% und der Wasserteil um 20% erweitert werden. Neue Haltungsrichtlinien in überarbeiteter Form werden noch in diesem Jahr erscheinen. Nun möchte ich kurz die wichtigsten Maßnamen erwähnen die in meinem Bau eingeflossen sind. Für die nötige Temperatur wurde eine Fußbodenheizung installiert, die den Land und Wasserteil separat regelt. Als zusätzlichen lokalen Wärmepunkt benutze ich einen Infrarot Strahler. In den Wintermonaten habe ich eine Wassertemperatur von etwa 20°C und im Sommer liegt die Temperatur bei 25°C. Die Wasserfilterung erfolgt durch eine Teichfilterpumpe die, die vorhandene Wassermenge zwei mal in der Stunde umwälzt. Der Wasserteil wurde komplett mit eingefärbtem Kunstharz gestrichen. Wichtig ist es den Alligatoren eine Möglichkeit zum Unterschwimmen zu geben, was den Tieren als Sichtschutz und Versteckplatz dient. Auf dem Landteil sollten es die Alligatoren am Tag so hell wie möglich haben. Ich habe über eine Zeitschaltuhr für eine Stunde täglich im Winter noch einen Ultra Vitalux Strahler brennen. Glücklicher weise habe ich aber sehr viel Tageslicht in meiner Anlage. Bei Pflanzen oder Palmen sollte man darauf achten das sie sicher und fest stehen, ich habe mehrere Hängepflanzen und zwei Palmen in meiner Anlage, die sich bis jetzt auch sehr gut halten bei den klimatischen Bedingungen. Kunstpflanzen verwende ich nur um die Seitenwände zu dekorieren. Da der Sicherheitsaspekt bei solchen Reptilien eine große Rolle spielt muß man die Anlage vor Unbefugten Zutritten sichern und stets verschlossen halten. Weiterhin ist gerade im Sommer darauf zu achten das die Anlagen nicht überhitzen, und ein angenehmes Klima für die Tiere gegeben ist. Dieses kann ich zum Glück gut mit meiner Freianlage realisieren, wo mein Tier nach belieben bei warmen Temperaturen von selbst rein und raus kann wie es ihr gefällt. Je nach Bundesland ist es zwingend erforderlich sich Genehmigungen zur Haltung dieser potenziell Gefährlichen Tiere einzuholen.