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Netzpython Broghammerus reticulatus reticulatus Schneider 1801
| Verbreitung: |
Der Netzpython lebt von Hinterindien also Burma, Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Borneo bis Indonesien und den Philippinen. Er lebt bevorzugt in der Nähe von Flüssen und Seen, er ist ein Bewohner des tropischen Regenwaldes und umliegender Gebiete. Der Python reticulatus ist ein sehr guter Schwimmer, und wurde auch schon des öfteren frei schwimmend im offenen Meer beobachtet. Große Tiere nutzen das Wasser auch gerne zur Fortbewegung.
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| Beschreibung: |
Diese Schlangen können braungelbe bis rötliche Gitterzeichnung auf hellen Grund haben, die Bauchseiten sind gelblich weiß und unregelmäßig mit schwarzen Flecken versehen. Vom langen sehr muskulösen Körper setzt sich der Kopf nur unwesentlich von der Halsregion ab. Die Schwanzlänge der Männchen ist im direkten Vergleich zu den Weibchen etwas länger. Vom Netzpython gibt es drei Inselpopulationen, die unterschiedlich groß werden können.
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| Größe: |
Zur Größe des Pythons ist zu erwähnen das Männliche Tiere um die 5,00m erreichen, und die Weiblichen Exemplare gut und gerne über 7,00m und länger werden können mit einen Gewicht von etwa 130kg. |
| Lebenserwartung: |
Der Python reticulatus kann über dreißig Jahre alt werden, eines der ältesten und bekanntesten Tiere war „Samantha“ im New York Bronx Zoo. Einige Wissenschaftler gingen davon aus das sie 29 Jahre alt war mit knapp 8m Länge und 125 Kilogramm Lebendgewicht. Colossus ein Netzpython Weibchen wurde in Malaysia gefangen mit einer Länge von 6,71m. Bei Ihrem Tod 1963 im Zoo Pittsburgh hatte sie eine Gesamtlänge von 8,99m und ein Gewicht von 172 Kilogramm. Colossus ist damit der längste Netzpython, der jemals in Gefangenschaft gehalten wurde.
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| Systematik: |
Python reticulatus reticulatus lebt auf Asiatischem Festland, große und kleine Sunda Inseln.
Python reticulatus saputrai lebt im Südwesten und Südosten von Sulawesi sowie auf der Insel Selayar Südlich von Sulawesi
Python reticulatus jampeanus lebt nur auf der Insel Tanahjampea zwischen Sulawesi und Flores.
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| Nahrung: |
Der Python gehört nicht zu den wählerischen Futterverwertern. Kleinere Exemplare sind mit Hamster und Ratten im Wachstum gut bedient, dann dauert es aber auch nicht mehr lange und sie verlangen Meerschweine und Zwergkaninchen. Wenn der Python dann in seinen adulten Lebensabschnitt kommt sollte man schon große Hasen, Hühner, Ferkel oder ähnliches vorhalten, dabei ist noch zu ewähnen das Netzpythons gerne zur Futterspezialiserung neigen. Zur Futterfrequenz würde ich empfehlen kleinere Retics etwa alle 7 Tage zu füttern, und größere Schlangen alle 2 bis 3 Wochen. Große adulte Tiere würde ich etwa alle 4 Wochen etwas anbieten, also bei meinem knapp 5 Meter Mann sind das dann etwa 5 bis 6 Kg pro Fütterung. Das ergibt bei meinem Tier eine Jahresfuttermenge von ungefähr 65 Kilogramm. |
| Verhalten: |
Der Netzpython ist ein klassischer Bodenbewohner der aber auch sehr gut klettern kann, in seinem natürlichen Habitat zieht er sich gerne in Höhlen zurück, diese auch gerne höher liegen dürfen. Er hat vor direkten Konfrontationen keine Angst und zeigt eher ein offensives Angriffsverhalten. Der Python hält sich gerne aufgrund seiner Futtergier in der Nähe von menschlichen Behausungen auf. Deshalb verweilen Netzpythons in den Abwasserkanälen der Großstädte, wegen der vorhandenden Rattenüberschüsse. Netzpythons sind sehr aktive Jäger. In der Regel wird alles gefressen was überwältigt werden kann. Der Netzpython nimmt auch sehr gerne mal ein ausgeprägtes Wasserbad zu sich was den hohen Stoffwechesel dieser Schlange unterstützt und für die Verdauung sehr wichtig ist. Vom Verhalten her macht es keinen Unterschied zwischen Nachzuchten und Wildfängen, die Pflege und Strukturierung der Tiere ist wichtig. Es gibt Nachzuchten vom Python reticulatus die wilder sind als Freilebende Tiere. Wichtig ist jedoch zu sagen dass die großen Tiere enorme Kräfte haben und man den Schlangen immer den nötigen Respekt widmen sollte. Auch sinnvoll ist es bei arbeiten mit großen Pythons im Terrarium immer ein Schutz zwischen Tier und Pfleger zu haben. Da eignet sich auch gut ein selbst gebautes Kaninchengitterholzgestell. Bei Reinigungsarbeiten im Terrarium empfiehlt es sich immer eine weitere Person in unmittelbarer Nähe zu haben. Denn auch ein sonst so ruhiges Tier kann mal schnell umschlagen.
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| Terrarium: |
Da man es hier mit einem wirklich großen Vertreter der Gattung Riesenschlangen zu tun hat sollte man sich im klaren sein was diese Schlange mal für einen Platz benötigt. Nicht zu vergessen ist auch der Kostenfaktor für Terrarium und Ernährung. Zum Anfang eignen sich natürlich typische Glas oder Holzterrarien, wobei hinzuzufügen ist das die Seitenwände auch bei Aufzuchtterrarien Blicksicher gestaltet werden, da die Tiere ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben. Dann kommt aber auch ganz schnell der Tag heran wo der Python die zwei Meter Marke erreicht hat, und dann ist auch schon bald Schluss mit dem Standard Terrarium. Es sind dann für eine tiergerechte Haltung nur noch Halbzimmer oder Zimmerterrarien zu empfehlen. Da die Schlangen alles andere als faul im Terrarium liegen, sollte man ihnen auch den nötigen Platz bieten. Die Haltungsrichtlinien findet man im Internet unter www.bna.de. Zur Installation ist zu erwähnen das man alles fest anbringt und verschraubt, egal ob Kletterstamm oder Wasserbecken, denn große Retics bekommen alles klein was nicht sicher befestigt wurde. Ein großes Wasserbecken wo die Tiere ganz hinein passen sollte im Terrarium nicht fehlen. Bei mir ist es Aktuell ein GFK Becken, dass ich noch mit einer kleinen Eheim Pumpe ausgestattet habe um eine Wasserumwälzung zu gewährleisten. Dieses ist natürlich kein muss aber ich finde das bei einer Füllmenge von etwa 200 Liter das Wasser klarer ist und sich kein Schlierfilm auf der Wasseroberfläche bildet. Für die Beheizung des Terrariums benutze ich Silikonheizkabel sowie Wärmelampen. Als Beleuchtung dienen mir zwei 36 Watt Leuchtstoffröhren mit Alureflektoren. Ich wählte die 2.0 UVB Röhren von Repti Sun. Wichtig ist den Tieren verschiedene Temperatur Zonen anzubieten, deshalb habe ich nur ein Virtel der Grundfläche mit Heizkabel versehen und dann den Boden komplett verfließt. Kunstpflanzen als Wasserspeicher oder Wurzeln zur Gestaltung finde ich persönlich sehr schön, auch wenn das nicht zwingend notwendig ist für unsere Pfleglinge. Zum Bodengrund gibt es viele verschiedene Ansichten die von Zeitungspapier über Pinienrinde, Weichholzgranulat, bis hin zu farbiger Beetabdeckung reichen. Ich benutze grobe Buchenspäne und bin damit sehr zufrieden, ich hoffe die Schlange auch. Es ist nur darauf zu achten das die Tiere beim füttern nichts verschlucken, dieses umgehe ich in dem ich vor der Fütterung eine Decke auslege. Zum eigentlichen Bau des Terrariums benutzte ich Holzbalken, Korkplatten für die Rückwand, Fliessenkleber und Styropor für die Seitenwände und als Anstrich wählte ich eingefärbtes Kunstharz. Für die Front wählte ich 8mm VSG Glas auf abschließbaren Schiebeelementen. Einzelne VSG Scheiben in Verbindung mit Holzbalken und z.B. Ganzglasduschtüren eignen sich auch sehr gut für den Bau eines Terrarium zu sehen unter dem Button Tigerpython Terrarium.
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